Lehrlingsausbildung Oberösterreich

Lehre für Jugendliche trotz Handicap

Das Ausbildungsprojekt „Lehrlingsausbildung Oberösterreich“ des Vereines NETZWERK hilft im Auftrag des Bundessozialamtes, Landesstelle Oberösterreich, körper- und/oder sinnesbehinderten Jugendlichen, eine Lehrstellen in ihrem Wunschberuf zu finden.

„Wir können in jedem gewünschten Lehrberuf ausbilden“, sagt Frau Mag. Birgit Oberbichler, Geschäftsführerin des Vereins NETZWERK. „Unsere LehrlingsausbilderInnen begleiten und unterstützen die Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, während der gesamten Lehrzeit, im Partnerbetrieb, in der Berufsschule und bei Problemen im täglichen Leben. Den Jugendlichen soll somit ermöglicht werden, sich in Unternehmen einzugliedern und ihre Leistungsfähigkeit sowie ihr Selbstvertrauen zu entwickeln, um auch gleichgestellt an der Dualen Lehrlingsausbildung teilnehmen zu können.“ Je nach Wohnort des Jugendlichen werden Lehrstellen in den verschiedenen Bezirken angeboten. Der Berufsschulbesuch richtet sich nach dem jeweiligen Lehrberuf und ist verpflichtend. Die praktische Ausbildung erfolgt in einem qualifizierten Unternehmen in ihrer Region. Die Lehrlinge erhalten dadurch die bestmögliche Ausbildung und sind daher optimal für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben gerüstet. Weiters bekommen die Auszubildenden die Lehrlingsentschädigung nach dem BAGS Kollektivvertrag (Stand 2012) beginnend im 1. Lehrjahr mit 453,60 Euro, im 2. Lehrjahr 623,73 Euro, im 3. Lehrjahr 774,55 Euro und im 4. Lehrjahr 1.065,79 Euro.

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Bundessozialamtes, Landesstelle Oberösterreich. Voraussetzung für die Aufnahme eines Jugendlichen ist ein Grad der Behinderung von mind. 30 % oder der Bezug der erhöhten Familienbeihilfe, ein positiver Pflichtschulabschluss und die Fähigkeit, einen Lehrberuf ausüben zu können.

Für 2012 sind noch Ausbildungsplätzen frei. Interessierte Jugendliche melden sich bitte bei NETZWERK unter 05 78 88 oder per Mail an lehrlingsausbildung@netzwerkag.at; www.netzwerkag.at

(KRONE | 15.10.2012)



 

Jedes Ende ist ein starker Beginn

Integrationsleasing für Menschen mit Behinderung

Das Ende des Arbeitsverhältnisses beim Verein NETZWERK ist für viele Menschen mit Handicap ein Neubeginn – die Übernahme in eine sichere Beschäftigung! Diese Praxis lebt NETZWERK bereits seit fünf Jahren mit der Firma VOGTRANS im Sinne der Integration im Rahmen einer gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung.

Im Jahr 2007 vermittelte NETZWERK im Projekt Personalassistenz die erste Mitarbeiterin an die Firma VOGTRANS Speditions- und Verpackungs Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Derzeit sind vier MitarbeiterInnen mit Handicap am Standort Linz in den Bereichen Lagerlogistik, Kommissionierung und Retourenabwicklung beschäftigt. Zwei Lagerarbeiter sind bereits in ein langfristiges Arbeitsverhältnis übernommen worden.

Optimal integriert

„Unsere Zusammenarbeit begann durch eine ausgeschriebene Stelle und einem erfolgreichen Personalvorschlag. Passgenaue Vermittlung ist uns wichtig, damit wir MitarbeiterInnen trotz Behinderung optimal in unser Unternehmen integrieren können“, sagt Erich Mittmannsgruber, Prokurist VOGTRANS.

Die NETZWERK-MitarbeiterInnen werden bis zu 12 Monate an den Partnerbetrieb überlassen, sozialpädagogisch unterstützt und haben in dieser Zeit die Möglichkeit, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Nach Ende des Projektförderzeitraumes können die MitarbeiterInnen ohne zusätzliche Kosten ins Stammpersonal übernommen werden.

„Wir greifen gerne bei der Personalsuche auf NETZWERK zurück, da wir bereits viele gute Erfahrungen sammeln und treue MitarbeiterInnen finden konnten. Durch die nachhaltige Betreuung der Personalassistentin nehmen wir gerne MitarbeiterInnen mit Handicap auf und sind mit der Zusammenarbeit des Vereines sehr zufrieden“, so Christian Steinhauser, Lagerleitung VOGTRANS. NETZWERK sucht noch weitere MitarbeiterInnen für den Partnerbetrieb VOGTRANS sowie interessierte Unternehmen!

Informationen unter:

Verein NETZWERK, 4052 Ansfelden, Traunuferstraße 113

Tel: +43 (0) 7229 / 89 6 99 – 0, personalassistenz@netzwerkag.at

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Ausgleichtaxsfonds vertreten duch das Bundessozialamt Landesstelle Oberösterreich gefördert.

(KRONE | 29.09.2012)




 

Jung & ohne berufliche Perspektive?

Das Bundessozialamt hilft beim Einstieg in die Arbeitswelt

Kerstin, Robert und Aykut haben bewiesen, dass Hartnäckigkeit belohnt wird. Egal, ob chronisch krank, körperlich oder psychisch beeinträchtigt, betroffene Jugendliche bekommen bei der NETZWERK AG immer eine Chance auf eine Lehrlingsausbildung. Diese vom Bundessozialamt Landesstelle Salzburg geförderte Einrichtung tritt formal als Dienstgeber für diese Jugendlichen auf. Das erleichtert das Finden eines Lehrplatzes, weil der Arbeitgeber keine Bindung eingeht. Angestrebtes Ziel ist allerdings, dass der Lehrbetrieb nach Abschluss der Lehre die Jungen Menschen anstellt.

Drei Jugendliche, drei Erfolgsgeschichten

Unsere drei Jugendlichen sind auf einem guten Weg:

Kerstin konnte sich nach Schwierigkeiten in der Schule ihren Traum zur Einrichtungsberaterin erfüllen und ist nun bei Möbelix in Eugendorf in Ausbildung.

Robert ist im letzten Lehrjahr bei Eurospar in Salzburg Hernau, ihm wurde nach Ausbildungsende eine Stelle als Abteilungsleiter in Aussicht gestellt. Wer hätte das noch vor drei Jahren gedacht? Robert musste seine Tätigkeit als Aushilfskellner aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen. Nach einer Stabilisierungsphase und Neuorientierung mit Hilfe der NETZWERK AG hat er neu durchgestartet und begann seine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann bei Spar in Aigen. Im dritten Lehrjahr ist Robert nun glücklich im Eurospar Hernau.

Aykut entdeckte mit Hilfe der NETZWERK AG seine Freude an Büroarbeiten. Durch eine intensive Bewerbungsvorbereitung wurde aus dem einst schüchternen Jugendlichen ein selbstbewusster junger Mann. Nach einer äußerst positiven Schnupperwoche startete er 2009 seine Ausbildung zum Bürokaufmann in den Salzburger Landeskliniken. Derzeit arbeitet er in der Abteilung Mund-, Gesichts- und Kieferchirurgie und tritt Ende September zu seiner Lehrabschlussprüfung an.

„Mit der NETZWERK AG haben wir einen Partner, der Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren mit Körper- und/oder Sinnesbehinderungen den Einstieg in die Lehrausbildung ebnet und während der Ausbildung begleitet. Das ist uns sehr wichtig. Gerade diese Zielgruppe braucht Unterstützung bei der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Was gibt es Schlimmeres, als jung und ohne berufliche Perspektive zu sein? Hier setzen wir an und geben Jugendlichen eine Chance“, sagt Mag. Rajmund Kosovic, Leiter des Bundessozialamtes Landesstelle Salzburg. Betroffene Jugendliche können sich bei der NETZWERK AG telefonisch unter 0662 / 882 882 oder per Mail unter lehrlingsausbildung@netzwerkag.at melden.

Das Angebot der NETZWERK AG umfasst die Begleitung und Unterstützung bei der Suche nach einem Lehrplatz in einem Partnerbetrieb, bei Bedarf die behindertengerechte Ausstattung des Ausbildungsplatzes und die Unterstützung beim Erwerb von Zusatzqualifikationen.

(Ultimo Spezial, Zum Thema Jugend und Arbeit, 2012)



 

Lehrlingsausbildung ohne Handicap

Seit zehn Jahren arbeitet NETZWERK erfolgreich in der Lehrlingsausbildung für Jugendliche mit Handicap.

Dies schafft Vertrauen und viele Top-Unternehmen in Oberösterreich greifen gerne auf dieses Angebot zurück. "So bieten wir Jugendlichen mit Behinderung Einstiegshilfe und Ausbildung zugleich", sagt Mag. Birgit Oberbichler, Geschäftsführerin des Vereins NETZWERK. Gefördert wird dieses Projekt zusätzlich vom Bundessozialamt Landesstelle Oberösterreich. Das größte Problem bei Firmen, die sich gerne sozial engagieren möchten, ist ihre Angst, wenn es nicht klappt. "Diese Angst nimmt das NETZWERK-Modell, indem wir die Jugendlichen bei uns beschäftigen. Wir haben uns dieses Modell erarbeitet, weil es uns ein großes Anliegen ist, Jugendlichen mit Handicap eine echte Integration zu ermöglichen", so Oberbichler.

Information: Interessierte Unternehmen und Menschen mit Handicap melden sich bei:

Verein NETZWERK, 4052 Ansfelden, Traunuferstraße 113, ✆ 0 72 29 / 89 6 99 – 0, ✉verwaltung@netzwerkag.at, www.netzwerkag.at

(KRONE | 29.04.2012)

NETZWERK: WIN-WIN-SITUATION - Seit 11 Jahren gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung für Menschen mit Handicap

Gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung – der Beginn einer langfristigen Integration von Menschen mit Beeinträchtigung in den Regelarbeitsmarkt. NETZWERK ist seit 11 Jahren erfolgreich

Mehrere NETZWERK - MitarbeiterInnen konnten bisher bei den verschiedenen Niederlassungen der Firma Wozabal integriert werden. Gegenwärtig werden fünf Personen in Linz und Lenzing über NETZWERK beschäftigt, zwei MitarbeiterInnen wurden bereits in ein fixes Arbeitsverhältnis übernommen. „Als Familienunternehmen hat soziale Verantwortung für uns eine besondere Bedeutung, demnach ist es uns ein Bedürfnis, beeinträchtigte Personen die Chance auf einen Arbeitsplatz zu geben“, so Geschäft5sführer Ing. Christian Wozabal. „Mit NETZWERK ist dies für die MitarbeiterInnen und das Unternehmen sehr erfolgversprechend: Im Zuge der Personalsuche wird uns von der/dem PersonalassistentIn ein/e potentielle/r MitarbeiterIn vorgestellt und ein geeigneter Arbeitsplatz gesucht. Einige haben wir in ein permantentes Beschäftigungsverhältnis übernommen. Bei einer Mitarbeiterin ist angedacht, sie zur Teamleiterin auszubilden und ihr so weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.“

Information: Interessierte Unternehmen und Menschen mit Handicap melden sich bei Verein NETZWERK, 4052 Ansfelden, Traunuferstraße 113, ✆ 0 72 29 / 89 6 99 - 0, ✉personalassitenz@netzwerkag.at, www.netzwerkag.at

(KRONE | 31.03.2012)



 

NETZWERK: Eine Win - Win - Situation für alle

Personalassistenz hilft Menschen mit Handicap bei der Jobsuche! EBEWE Pharma beschäftigt zwei Mitarbeiter. Seit über 10 Jahren leistet der Verein NETZWERK mit der Personalassistenz einen wichtigen Beitrag, Menschen mit Handicap dauerhaft am Arbeitsmarkt zu integrieren. EBEWE Pharma aus Unterach am Attersee (nunmehr Teil von Sandoz) beschäftigt zwei Mitarbeiter.

Durch die gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung wird dem Partnerbetrieb ermöglicht, die Qualifikationen und Fähigkeiten der MitarbeiterInnen über einen längeren Zeitraum kennen zu lernen, um sie dann anschließend in sein Stammpersonal zu übernehmen. Die Firma Sandoz lebt soziale Verantwortung und beschäftigt am Standort Unterach bereits 2 Mitarbeiter, Herrn Elmar H. und Herrn Walter H., über NETZWERK.

Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit mit NETZWERK und wie haben Sie die Kennenlernphase vom Erstkontakt bis hin zur Einstellung empfunden?

Vorteil ist die Erfahrung von NETZWERK im Umgang mit gehandicapten Menschen. Es gab Unterstützung seitens NETZWERK, von Organisation eines Quartiers bis zur Bereitstellung eines Gebärdensprachdolmetschers für Herrn Walter H. in der Einschulungsphase.

Wie sind Sie mit den Leistungen von Herrn Walter H. zufrieden und welche Entwicklungen zeichnen sich ab?

Bislang sehr zufrieden, es gibt auch seitens der Kollegenschaft in der Inspektion positives Feedback. Die Einschulung des dokumentatorischen Anteils der Tätigkeit in der visuellen Kontrolle dauert länger als bei einem/r hörenden MitarbeiterIn, andererseits ist Herr Walter H. sehr geschickt bei den praktischen Tätigkeiten.

Einige MitarbeiterInnen haben bereits Interesse gezeigt, die Gebärdensprache zu erlernen, um so die Kommunikation zu erleichtern, das heißt es gibt auch für andere in der Abteilung positive Auswirkungen.

EBEWE Pharma hat mehrere Stellenangebote zur Zeit offen. Würden Sie weitere Menschen mit Handicap von NETZWERK aufnehmen?

Ja, absolut! Voraussetzung ist natürlich, dass die Qualifikation passt. Die Förderung von Vielfalt und Integration im Unternehmen ist für Sandoz von großer Bedeutung und sogar Teil unserer Geschäftsstrategie. Ebenso wird die Wahrnehmung sozialer Verantwortung bei uns groß geschrieben. Die Einstellung von Menschen mit Handicap ist für uns also ein Gewinn in vielerlei Hinsicht.

Information: Interessierte Unternehmen und Menschen mit Handicap melden sich bei: Verein NETZWERK, 4052 Ansfelden, Traunuferstraße 113, ✆ 0 72 29 / 89 6 99 – 0, ✉personalassistenz@netzwerkag.at, www.netzwerkag.at

(KRONE | 01.10.2011)



 

Erfolgreicher Start für NETZWERK - Personalassistenz hilft bei Integration

Das Jahr 2011 hat für den Verein NETZWERK sehr positiv begonnen. Bereits im Jänner nutzten viele Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen das Angebot des gemeinnützigen Vereins und konnten mithilfe der PersonalassistentInnen positiv am Arbeitsmarkt vermittelt werden.

Seit kurzem zählt auch der namhafte Druckluft-Anbieter Kaeser Kompressoren GmbH zu den Kooperationspartnern von NETZWERK. Franz R. ist seit März als Maschinenbautechniker in der Produktion der Kompressoren tätig und führt seine Arbeit trotz körperlichen Beschwerden problemlos aus. „Die Kooperation zum Verein NETZWERK besteht schon seit langem. Am Standort Dallingerstraße gab es lange Jahre eine Nachbarschaft zum Altstoffsammelzentrum, das von NETZWERK betrieben wurde und so nutzten wir auch andere Dienstleistungen des Vereins“, so Geschäftsführer Ing. Stefan Hessmann. „Herr Franz R. ist interessiert und belastbar. Der Abteilungsleiter weiß über seine Stärken Bescheid und kann ihn so entsprechend einsetzen. Wir können uns vorstellen, weitere MitarbeiterInnen über NETZWERK zu beschäftigen.Wir können so die Fähigkeiten neuer MitarbeiterInnen kennenlernen, ohne an gesetzliche Bedingungen gebunden zu sein. Ob wir die Personen fix anstellen, können wir später entscheiden.“ NETZWERK bietet mit Personalassistenz eine optimale Plattform für Personen, die am Arbeitsmarkt schlechter gestellt sind. Unter dem sozialen Hintergrund wird eine Win - Win - Situation für Arbeitssuchende und Unternehmen hergestellt, die keine finanziellen Mehrkosten verursachen.

Information: Interessierte Unternehmen und Menschen mit Handicap melden sich bei: Verein NETZWERK, 4052 Ansfelden, Traunuferstraße 113, ✆ 0 72 29 / 89 6 99 – 0, ✉personalassistenz@netzwerkag.at, www.netzwerkag.at

(KRONE | 26.03.2011)



 

10 Jahre Gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung in OÖ

Seit nun mehr 10 Jahren tritt der Verein NETZWERK mit Sitz in Ansfelden bei Linz mit seinem Projekt Personalassistenz für die berufliche Integration für Menschen mit Behinderung am 1.

Arbeitsmarkt ein. In dem aus Mitteln des Bundessozialamtes Landestelle OÖ finanzierten Projekt wird interessierten Personen der Wiedereintritt in das Berufsleben im Rahmen einer gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung erleichtert.

Manche Betriebe haben Bedenken bei der Einstellung von Menschen mit Behinderung. Nicht nur die strengen Kündigungsschutzbestimmungen werden von den Betrieben gemieden, sondern vielmehr die fehlende Auseinandersetzung mit dem Thema „Behinderung“ stellt das Hindernis dar. Der Verein NETZWERK hilft und unterstützt Unternehmen und Menschen mit Behinderung, diese Hürde bei der Einstellung zu meistern.

ERFOLGREICHE PARTNERSCHAFTEN:

Seit mittlerweile eineinhalb Jahren besteht eine positive Kooperation mit der Firma SLR – Steyrermühl Logistik und Recycling GmbH, einem seit Ende 2008 eigenständigen Geschäftsbereich der UPM-Kymmene Austria GmbH.

Die Integration von sozial benachteiligten Menschen ist uns ein besonderes Anliegen. „Körperliche Schwachstellen“ versuchen wir unter Berücksichtigung der persönlichen Stärken zu kompensieren. So ist es uns auch gelungen, mithilfe der Unterstützung vom Verein NETZWERK bereits zwei Mitarbeiter langfristig in unserem Unternehmen zu integrieren, so Frau Petra Pichler, Personalverantwortliche des Unternehmens.

Herr Christoph H. und Herr Gerald H. bekleiden zwei unterschiedliche Positionen bei uns. Motivierte Mitarbeiter, unabhängig von einem gesundheitlichen Handicap sind bei uns gerne gesehen und wir bemühen uns, interne Potentiale zu erkennen und zu fördern, sagt Herr DI Reinhard Lehner, Geschäftsführer der SLR – Steyrermühl Logistik und Recycling GmbH. So wurde Herr Christoph H. anfangs in der Papiersortierung eingesetzt und ist mittlerweile völlig eigenständig mit dem Radlader tätig.

Auch Herr Gerald H., der aufgrund von Schulter- und Knieproblemen an einer Hebeeinschränkung leidet, kann durch seine langjährige Berufserfahrung die Arbeiten als Staplerfahrer ohne Probleme ausführen und ist somit ein Gewinn für das Unternehmen.

am Foto: SLR Dipl.-Ing. Reinhard Lehner, Christoph H., Gerald H., SLR Petra Pichler, Mag. Daniela Huemer, Netzwerk. (23.09.2010)

Erfolgreich im Beruf: Behinderung muss kein Hindernis sein

Chancengleichheit ist ein geläufiges Wort – aber die Schwellenangst ist nach wie vor groß.

Der gemeinnützige Verein NETZWERK hilft dabei, diese Ängste abzubauen und tritt als Vermittler zwischen Unternehmen und Arbeitssuchenden mit Behinderungen auf.

Das Ziel ist die Vermittlung auf einen passenden Arbeits- oder Ausbildungsplatz. „Behinderung bedeutet nicht Hinderung an einem produktiven und erfüllten Berufsleben. Wir schaffen die Voraussetzungen, um Talente zu entdecken, gezielt zu fördern und zu entfalten“, sagt Petra Kreuzeder, Personalassistentin bei NETZWERK.

Vor der Vermittlung an einen Betrieb klärt NETZWERK die beruflichen Einsatzmöglichkeiten ab, um die bestmöglichen Voraussetzungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu schaffen. Neue Mitarbeiter werden zunächst über NETZWERK eingestellt und können sich in Ruhe einarbeiten und das Unternehmen kennen lernen. Arbeitgebern wird dadurch der Schritt zur Einstellung von Menschen mit Behinderung erleichtert - denn meist ist nicht die fehlende Toleranz, sondern die Angst vor der Auseinandersetzung mit dem Thema „Behinderung“ der Knackpunkt. Die gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung hat außerdem den Vorteil, dass der Betrieb sowohl die Mehrkosten spart als auch die Betreuung durch die Personalassistenten von NETZWERK in Anspruch nehmen kann.

Gute Arbeit trotz Handicap

„Ist der erste Schritt einmal getan, zeigt sich immer wieder, dass unser System funktioniert. Ein tolles Beispiel ist die Partnerschaft mit der Firma Holland Blumen Mark. Wir konnten bereits vier Mitarbeiter von NETZWERK erfolgreich vermitteln“, freut sich Kreuzeder.

Auch Helmut K., der durch einen Herzfehler eingeschränkt ist, lässt sich von seiner Behinderung nicht in die Knie zwingen. Bei Holland Blumen Mark fand er zusammen mit NETZWERK eine neue berufliche Chance als Zusteller – ein Gewinn für beide Seiten. "Holland Blumen Mark kann dem Verein NETZWERK Blumen streuen, denn die Zusammenarbeit blüht förmlich auf. Sozial benachteiligte, aber engagierte Menschen erhalten eine Chance auf einen Arbeitsplatz", sagt Dr. Anton Stumpf, Eigentümervertreter des Unternehmens.

Der gemeinnützige Verein NETZWERK ist seit 2001 erfolgreich im Bereich Personalassistenz für Menschen mit Behinderung tätig. Nähere Informationen sowie Online-Stellenangebote finden Sie unter NETZWERK, Traunuferstraße 113, 4052 Ansfelden, Tel.: +43 (0) 7229/89 6 99 – 0, personalassistenz@netzwerkag.at; www.netzwerkag.at

Im Foto: Personalassistentin Petra Kreuzeder MBA (li), Helmut K.; Holland Blumen Mark Logistikleiter Herr Gerdopler

(KRONE | 27.03.2010)



 

Top on Job: Redaktioneller Beitrag Kronen Zeitung

Integration von Menschen mit Behinderung

Der gemeinnützige Verein NETZWERK in Ansfelden bei Linz setzt sich seit über zehn Jahren intensiv für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung ein.

Das Projekt Personalassistenz unterstützt Personen mit Handicap die oft als „schwer vermittelbar“ gelten und das im Auftrag des Bundessozialamtes Landesstelle Oberösterreich. Sie suchen einen neuen Mitarbeiter? NETZWERK hilft dabei und in Form einer gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung. Nicht nur die strengen Kündigungsschutzbestimmungen werden von den Betrieben gemieden, auch die fehlende Erfahrung mit dem Thema „Behinderung“ ist oft ein Hindernis. Sie können den/die neuen Mitarbeiter/in auf unbestimmte Zeit testen. Sie geben Ihr Stellenangebot bekannt und NETZWERK sucht einen geeigneten Mitarbeiter. NETZWERK befasst sich genau mit den Bewerbern. Dann beginnt die Suche nach einem geeigneten Partnerbetrieb. Die neue Arbeitstelle soll genau auf die Anforderungen des Bewerbers passen. Der neue Mitarbeiter wird über NETZWER eingestellt und kann auf Wunsch jederzeit übernommen werden.

Ist der Bewerber engagiert, so gelingt fast immer die Aufnahme in ein Arbeits- bzw. Dienstverhältnis. Sämtliche arbeitsrechtliche Bestimmungen, insbesondere der Kündigungsschutz, bleiben bei NETZWERK.

Wächst mit der Dauer der Beschäftigung das Vertrauen zwischen Partnerbetrieb und dem dort beschäftigten Behinderten, dann wird der Mitarbeiter vom Partnerbetrieb kostenlos übernommen. Folglich gibt es keine Mehrkosten für den Partnerbetrieb wie bei der Selbstanstellung. „Wir kontaktieren oft 50 bis 100 Betriebe pro Bewerber“, so Mag. Huemer, Personalassistentin bei NETZWERK. „Viel Überzeugungsarbeit ist notwendig, erst dann kann der Arbeitsplatz abgeklärt werden.“ So auch bei Peter R., der trotz eines Behinderungsgrades von 70% einen neuen Job als Tankstellenmitarbeiter in Linz gefunden hat. Firmenchef Helmut Setik: „Vertrauen, Genauigkeit und Verlässlichkeit ist für diese Arbeit unbedingt notwendig. Auch ein Karrieresprung ist möglich, denn ich bin sehr zufrieden mit Peter.“

Info: Traunuferstraße 113, 4052 Ansfelden, Tel.: 0 72 29/89 6 99 – 0, personalassistenz@netzwerkag.at

Am Foto: Personalassistentin Mag. Nikola Speil (li.), Peter R. und Helmut Setik Shell Tankstellen (re.)

(KRONE | 28.02.2010)